Weltuntergang 2012 Hochverehrte Leserschaft!Nun wieder ein Jahreswechsel in unserer Zeitrechnung. Dazu die herzlichsten Grüße und Wünsche für ein neues Jahr. “...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...” heißt es in Hermann Hesses bekanntem und beliebtem Gedicht “Stufen”. Manche Zeitgenossen rechnen da eher mit Schlimmerem, zum Beispiel einem möglichen Weltuntergang, also gerade für 2012. Dabei sind die Berechnungen eines christlichen, amerikanischen Propheten schon im letzten Jahr daneben gegangen. Die anderen großen Weltreligionen haben ohnehin ihre eigene Zeitrechnung, da greift man dann schon gerne auf den Sternenkalender der Mayas zurück, die für Ende Dezember 2012 den Weltuntergang vorhersagen. Die historische Wissenschaft hat aber festgestellt, dass aus Sicht der Mayas nur ein besonderes Weltzeitalter endet, auch wenn – wie es in LORIOTs “Pappa ante portas” heißt – der Venusmond Tetra seine Umlaufbahn verlassen hat und auf die Erde zurast. Antworten wir ähnlich gelassen, das komme uns jetzt etwas ungelegen oder wie Frau Lohse meint: “Die Welt geht unter, und wir haben eine Tonne Wurzelbürsten und Badezusatz im Haus”. Also, wenn die Welt schon untergeht, wollen wir wenigstens noch schön baden oder einiges aus dem geplanten 2012 erleben, den Valentinstag vielleicht oder die Passsionszeit mit einer Lesung von Texten von Christoph Schlingensief oder die Fußballeuropameisterschaft, und wenn dann der Meeresspiegel unnatürlich hoch angestiegen sein sollte, nehmen wir die Holländer von hier mit in die Ukraine, oder den 3. Oktober, wo wir Siegfried Lenz “Landesbühne” vorlesen wollen, oder den neuen Literaturnobelpreisträger, ja und dann ist schon wieder Weihnachten, diesmal aber endlich glühlampenfrei, denn das plant die EU für 2012. Wie dem auch sei, wir lesen weiter; und vielleicht ist alles ja auch ganz einfach zu erklären: die Mayas haben einfach keinen neuen Kalender gedruckt, und deshalb fürchten sich einige vor dem Weltuntergang. Wir lesen uns jedenfalls wieder Ende 2012 in alter Frische in Ihrer Neustädter Zeitung. Achten Sie auf sich!
Weihnachtsgeschichte 2011 Hochverehrte Leserschaft!
Wie der Nikolaus und der Weihnachtsmann der kleinen Lena doch noch zu richtigen Stiefeln verhalfen Es wurde Advent, und nach dem großen Nebel fielen die ersten Schneeflocken durch die feuchte Kälte. Anfang Dezember machte sich der Heilige Nikolaus auf den Weg, um möglichst vielen, vor allem bedürftigen Kindern zu helfen und ihnen etwas Schönes und Nützliches zu schenken. So war es Brauch von Alters her, niemand wusste, wann diese Tradition entstanden war in der großen Kirche. Der 6.Dezember war dafür vorgesehen; am Abend vorher mussten die Kinder ihre geputzten Schuhe in den Flur stellen und am Morgen fanden sie darin, was sie so brauchten: Süßigkeiten, Spielsachen, auch schon mal ein Schulheft oder wärmende Socken. Und weil die Kinder gerne viel bekommen wollten, stellten sie alsbald immer größere Stiefel hin, die am Abend vorher blitzblank geputzt wurden. Nur die kleine Lena scheute sich, ihre alten, zerrissene Stiefel aufzustellen. Sie schämte sich, weil die Stiefel so alt waren und sich gar nicht mehr richtig putzen ließen. Lena lebte mit ihrem Vater allein in einer kleinen, armseligen Hütte am Stadtrand. Und obwohl der Vater sich um ein bisschen Wohlstand bemühte, hatte Lena jene Scham ergriffen, die sich einstellt, wenn Kinder andere Kinder sehen, denen es vermeintlich besser geht als ihnen selbst. Und was hätte Lena nicht alles zum guten Leben gebraucht: Auch Socken , neue Hefte, natürlich Kekse und vielleicht ein Kinderbuch, eine Puppe und andere Spielsachen. Darüber hätte sie sich gefreut und so versuchte sie noch, ihre Stiefel zu putzen, stellte sie aber nicht mehr in den Flur. Unterdessen war St. Nikolaus durch die Welt geflogen und hatte an seinem besonderen Tag schon viele Kinder mit mancherlei Nützlichem und Leckerem bedacht, als er auch an Lenas Haus vorbei kam und zu seinem Erstaunen feststellte, dass keine Stiefel im Flur standen. Seine Mitbringsel, auch ein Malkasten und neue Buntstifte, so einfach auf den Boden zu legen, traute er sich nicht. Das war nicht üblich, das ging einfach nicht. So zog er unverrichteter Dinge weiter, aber es ließ ihm keine Ruhe, denn im Wegfliegen hatte er gesehen, wie traurig Lena am Fenster gesessen hatte. Und da fasste Nikolaus einen Plan, um Lena dennoch die guten Sachen zukommen zu lassen: er wollte den Weihnachtsmann darauf ansetzen, Lena die Geschenke zu bringen. So machte er sich auf den Weg zu den Weihnachtsmännern , die sich weit draußen in den schneebedeckten Wäldern trafen, um sich auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Schon von Ferne hörte Nikolaus die Hohoho-Rufe, die die Weihnachtsmänner immer wieder üben, und als er näher kam, sah er einige von ihnen die Schlitten putzen und die Rentiere füttern. In einem großen Lager stapelten sich die vielen Geschenke, die hier von fleißigen Helfern verpackt und adressiert wurden. Die Weihnachtsmänner mit ihren roten Mänteln und falschen weißen Bärten waren erst seit einiger Zeit in Mode gekommen, um das Christkind bei dessen Geschenkaktionen zu unterstützen. Als Nikolaus endlich ankam, machten die Weihnachtsmänner von ihrem Training gerade Pause; sie saßen um einen großen Tisch herum, spielten Karten und tranken Coca Cola und andere berauschende Getränke . Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die so gar nicht an Weihnachten denken ließ, und Nikolaus hatte mehr den Eindruck von trunkenen Rabauken als von wirklichen Weihnachtsmännern, die den Kindern mit ihren Geschenken so viel Freude bereiten sollten. Es fuhr ihm wie ein Stich ins Herz, wenn er an die traurige Lena in der kargen Hütte dachte, und hier glänzte und glitzerte es von überbordender Pracht. Da trat Nikolaus zwischen die Weihnachtsmänner und rief mit lauter Stimme: „Ja, seid ihr denn alle noch zu retten? Ihr sitzt hier rum und spielt und macht und feiert, und überall in der Welt warten die Kinder auf ihre Geschenke.“ „Jetzt mach mal halblang , du komischer Vogel mit Bischofsmütze und einem Buch in der Hand!“ gaben die Weihnachtsmänner zurück. „Das ist die Bibel , ihr Pfeifen,“antwortete der Nikolaus, „wisst ihr denn nicht, dass das Ganze mit Christi Geburt zusammenhängt?“ „Na klar“, sagten die Weihnachtsmänner, „in der Weih-Nacht wird den Menschen das Christkind geschenkt, und dann beschenkt das Christkind die Menschen, und wir sind das Bodenpersonal und wir heißen auch so.“ - „Da merk ich aber gar nix von, von eurer Schenkensfreude.“ „Du Spaßvogel“, antworteten die Weihnachtsmänner, „es ist doch jedes Jahr mehr geworden, die Kinder wissen schon gar nicht mehr, was sie sich wünschen sollen bei all der Werbung und dem Reklame-Licht“, Nikolaus gab zu bedenken: „Ihr kennt ja nur die Sonnenseite des Lebens, sozusagen den Lichterglanz, und den Schatten kennt ihr nicht.“ „Hohoho“, staunten die Weihnachtsmänner, „was denn für ein Schatten. Erzähl mal!“ Nikolaus legte los: „Ich kenne da ein kleines Mädchen mit Namen Lena, das hat gar nicht so viel, und weil es sich für seine Armut schämt, stellte es nicht mal die Stiefel raus, damit ich, der Nikolaus, da was rein tun könnte.“ „Das gibt’s doch gar nicht,“ riefen die Weihnachtsmänner durcheinander, „da müssen wir was unternehmen. Wo wohnt denn diese Lena? Und wie spät ist es ? Ist es schon der Heilige Abend?“ - „Ja, morgen schon“, lachte Nikolaus. Sofort packten die Weihnachtsmänner die Spielkarten und die berauschenden Getränke weg und beratschlagten, was zu tun sei. Als erstes gingen sie ins Geschenkelager und fragten den Vorsteher, ob noch ein paar Geschenke übrig sind, die man Lena schenken könnte Dann verabredete man sich, mit Nikolaus am Heiligen Abend gemeinsam Lena zu besuchen, so dass dann sowohl die Weihnachtsmänner als auch Nikolaus die Geschenke abliefern konnten. Und Nikolaus kannte eben den Weg zu Lena. Bei Petrus wurde richtig Schnee bestellt, um schneller mit den Schlitten fahren zu können, und so machte sich am kommenden Tag die ganze, große Gruppe auf den Weg, jeder wollte dabei sein, man schlug sich um die besten Plätze; so was hatte die Welt noch nicht gesehen. „Doch halt!“, rief der Nikolaus, „wir brauchen noch neue Stiefel.“ Ein Weihnachtsmann rief laut: „Ich hab noch welche in Kindergröße!“ Nikolaus freute sich: „Das ist gut. Her damit!“ So kamen sie am Heiligen Abend an der Hütte an. Vater und Tochter saßen am Abendessenstisch und schauten in das Schneetreiben. Vor der Hütte hatten sie notdürftig einen kleinen Baum geschmückt. „Kommt“, flüsterte Nikolaus , „wir gehen hinten herum und bauen dann alles im hinteren Zimmer auf.“ Gesagt, getan! Und als alles vollendet war, ließen sie ein kleines Glöckchen ertönen, um die beiden auf die Geschenke aufmerksam zu machen. Da sahen sie, wie Lena vom Tisch aufstand und durch die Hütte in den zweiten Raum ging , die Tür öffnete und erstaunte: „Mein lieber Vater, was hast du mir da alles geschenkt? Das ist doch viel zu viel für mich. Ich lauf mal schnell zu meiner Freundin rüber, dann können wir zusammen spielen.“ Der Vater war vielleicht überrascht und rief Lena noch nach: „Zieh doch auch die neuen Stiefel an!“ Dann suchte er am Fenster irgendjemand zu erhaschen, der ihm das alles ermöglicht hatte, es musste wohl einen noch größeren Vater geben , der die kleinen Väter beschützt. Nikolaus sah ihn und lächelte; er stapfte in die Winterlandschaft hinein und fiel wie jedes Jahr Ende Dezember in einen tiefen Winterschlaf. Im Hinüberdämmern sah er wie im Schlummerbildchen Männer mit roten Mänteln und weißen Bärten und murmelte zufrieden: „Es ist doch gut, dass es die Weihnachtsmänner gibt!“
Paul auf den Bäumen Hochverehrte Leserschaft!
Mit freundlicher Genehmigung von Chris Rasche-Hüsch dürfen wir eine wunderbare
Geschichte von Hanns Dieter Hüsch veröffentlichen:
Die Geschichte von ‘Paul auf den Bäumen’
(Der sich am liebsten dort aufhält und)
... der nach seinem Ausbruch aus der Anstalt durchs Land streift
Und die Nächte hier und dort verbringt
Advent Hochverehrte Leserschaft!
Welchen Advent, welche Ankunft erwarten wir ? Und in welcher Zeit? Der erste christliche Advent lag ja dieses Jahr sehr früh, einige Menschen kommen überhaupt erst Anfang Dezember, am besten noch mit Schnee, in ebensolche Stimmung. So geht es auch in
Rainer Maria Rilkes “Advent” so mancher Tanne: “Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt wie balde sie fromm und lichterheilig wird; und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie ihre Zweige hin – bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit.”
Ganz anders beschreibt Paul Cornelius in seinem satirischen Gedicht die Zeitbögen, die uns da noch erwarten: “Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei – Moment, Moment! Was ist´s, was durch die Lande rollt und Tausend Bürger stark ergrollt? Elf Castoren am ersten Advent, das hat die Kirche doch glatt verpennt. Die strahlen mehr als Ewigkeit, Atheisten nennen´s Halbwertszeit. Wenn dann das Christentum vergangen, wir immer noch ums Plutonium bangen. Deshalb brauchen wir jetzt auch schon, einen neuen Orden, eine neue Religion, die noch in 24 Tausend Jahren, weiß, was wir sind und Atome waren. Dann heißt´s in jedem Jahrtausend erneut, erinnert ihr euch 2011 Weihnachtszeit: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann stehen 11 Castoren vor der Tür.”
Weihnachtsmarkt Hochverehrte Leserschaft!Am Sonntag, dem 27. November und ersten Advent, kommt es im Neustädter Land wieder zu den ersten Weihnachtsmärkten(-> Wikipedia). Bei uns in Bordenau kann in St.Thomas-Kirche alle Jahre wieder ein kulturelles Beiprogramm angeboten werden. Neben Gongklängen, Klavierspiel und Gospelchorgesang drehen sich unsere Vorlesegeschichten ab 16.30 Uhr diesmal fast alle um den Weihnachtsmann. Er ist angeklagt, dass er die Konsumfreudigkeit der großen und kleinen Menschen zu sehr angeheizt habe. Jetzt muss sich zeigen, was der Weihnachtsmann wirklich mit Weihnachten zu tun hat. Da hilft ihm vielleicht die Geschichte von Paul Cornelius: Der Nikolaus, der ja bekanntlich am 6. Dezember die bedürftigten Kinder beschenkt, konnte der kleinen Lena keine Geschenke machen, da sie sich ihrer kaputten Stiefel schämte und nicht am Abend aufgestellt hatte. Daraufhin eilt Nikolaus zu den Weihnachtsmännern, die kartenspielend und biersaufend auf ihre Aufträge warten. Doch Nikolaus kann sie mitreißen, und so kommt es zum guten Ende mit Süßigkeiten, Spielzeug und einem neuen Paar Stiefel für Lena. Bei dieser Geschichte könnte der Weihnachstmann punkten. Doch ganz anders bei der Geschichte von Judith Weidner: “Der alte Mann und das Mädchen”. Bei dieser Weihnachtsgeschichte, die übrigens beim HAZ-Schreibwettbewerb 2011 einen Preis gewinnen konnte, dreht sich alles um die richtige Weihnachtsstimmung und die ist immer wieder gefährdet. Judith Weidner wird selbst anwesend sein , um mit Vera Urich, Annegret Scholz und Martin Drebs ihre Geschichte vorzutragen.Wir dürfen also gespannt sein, ob der Weihnachtsmann seinen Job behalten kann. Die Kirche ist gut geheizt, der Eintritt ist frei, mitzubringen sind Freude und Aufmerksamkeit und ein bisschen Vorweihnachtsstimmung.
Vorlesetag Hochverehrte Leserschaft!Am Freitag, dem 18.November, kommt es wieder zum bundesweiten Vorlesetag, in Neustadt liest dann ab 14.00 Uhr der bekannte Kinderbuchautor Wolfram Hänel im Schloss Landestrost. Doch “Vorlesen” ist nicht so einfach, wie der “Nicht-Vorleser” sich das vorstellt. Fragen wir dazu den berühmten Vorleser Paul Cornelius, worauf man beim Vorlesen alles achten muss. Hier seine Antwort: “Zuerst einmal bereite ich den zu lesenden Text selber gründlich vor. Dazu lese ich ihn durch, dann laut und deutlich und schon mit Blick auf den Sinn des Textes auch entsprechend sinngebend. Und ich frage mich, wo und wie ich den Text, die Geschichte, das Gedicht vorlesen werde: werde ich stehen oder sitzen, so muss ich das auch einmal üben. Dazu bereite ich auch meinen Körper und meine Stimme durch gute Bewegungs- und Atemübungen vor. Dann gehe ich gedanklich auch auf mein Publikum zu. Wer wird da zu meiner Lesung kommen? Sind es Kinder, Familien oder ältere Zuhörer, für die ich ein bisschen lauter sprechen könnte. Wie passt der Text zum Publikum? Gibt es sprachliche Barrieren, Fremdwörter vielleicht? Dann kommt der große Tag; ich begrüße mein Publikum und nehme alle Anwesenden gedanklich wie unter einer großen Glocke mit in den Vorleseraum hinein, so dass ich niemand vergesse. Ich lasse mich auf meine Zuhörer ein. Ihre Aufmerksamkeit und Reaktion wirkt auf mein Vorlesen zurück und verändert die Farbigkeit meiner Stimme. Ich mache gute Pausen, um besondere Stellen hervorzuheben , und dann lese ich den schönen Text ganz und zu Ende und freue mich auf die Anerkennung, den Applaus, das Brot des Künstler, und die strahlenden Gesichter voller Freude und Dankbarkeit. Dann weiß ich, mein Vorlesen ist gelungen.”
Der Herbst Hochverehrte Leserschaft!
Friedrich Hölderlin (1770 bis 1843) (Link
zu Wikipedia) zustimmt uns heute einmal auf den Herbst ein:
Literatur aus Island Hochverehrte Leserschaft!Die Frankfurter Buchmesse ist vorbei, die Bücher bleiben. Ach könnte man mit den Büchern auch die Zeit kaufen, sie zu lesen, soll Schopenhauer gesagt haben. Was auch bleibt und nachwirkt ist der thematische Schwerpunkt der Messe: Island, das erdgeschichtlich jüngste Land unsere Erde. “Bücher gegen die Kälte” titulierte die Wochenzeitung “Die Zeit” ihre Buchauswahl, und wir empfehlen “Gebrauchsanweisung für Island” von Kristof Magnusson. Der Islandkenner und Erfolgsautor zeigt uns die wundersame Insel mit ihrer schroffen Exotik auf erfrischend heitere Weise und Land, Leute und Gewohnheiten in ihrer besonderen Ausprägung. So muss das kleine Volk alle Funktionen eines riesigen Landes erfüllen, von der Kindergärtnerin über den Geigenbauer bis zur Vertretung in Brüssel. Dabei geraten die Isländer selbst immer in merkwürdige, statistische Überlegungen: hatte doch Island bis 1955 die geringste Literaturnobelpreisträgerdichte der Welt, dann ab 1955 mit Halldòr Laxness plötzlich die größte weltweit, Amerika müsste 12000 solcher Preiträger haben, um mit Island mitzuhalten! Also ziehen Sie sich warm an, wenn Sie jetzt Laxness oder andere moderne Autoren aus Island lesen, es könnte ein neuer Preisträger darunter sein! Und: wir planen unsere nächste literarische Reise auf den Spuren der Island-Sagas!
Herbstlied Hochverehrte Leserschaft!
In unserer 701.Kolumne seit 1997 rufen wir mal zum Singen auf:
Der Schweizer Dichter Johann Graudenz Freiherr von Salis-Seewis (1762 – 1836) schrieb 1782 das 1799 vom deutschen Komponisten
Johann Friedrich Reichardt (1752 – 1814) vertonte HERBSTLIED.
Kleinste Kolumne ever Hochverehrte Leserschaft!Nach all den vielen Worten und vor den langen, herbstlichen Leseabenden haben wir uns eine kleine Pause verdient mit dem kurzen Gedicht von Paul FF.Cornelius. "Vor dem Sturm: Vorübergehend geschlossen , sagten die Gänseblümchen und zitterten vor Bangigkeit." |
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