
Knut Fritzsche, 'Und schnell und unbegreiflich schnelle', Radierung
Foto: Klaus Detering
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Die FAUST-Musik
Sie wurde von Daniel Kosmalski eigens für diese Aufführung
komponiert. Sie können in einigen Szenen Ausschnitte daraus hören,
wenn Sie auf die Radierungen klicken. Diese wurden zu der jeweiligen Musik
projiziert.
Zum Abspielen der MP3-Dateien benötigen Sie auf Ihrem Computer eine
geeignete Abspielsoftware. Der Windows Media Player z.B. sollte nach
dem Anklicken sofort starten. Sie können die Dateien natürlich auch
speichern und später wieder abspielen.
Um die Musikstücke verzögerungsfrei hören zu können, wurden
sie 'komprimiert'. Dadurch ist die Qualität gegenüber dem Original
geringfügig vermindert.
Alle Rechte an der Musik liegen bei Daniel Kosmalski.
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Der
Herr. Hast du mir weiter nichts zu sagen?
Kommst du nur immer anzuklagen?
Ist auf der Erde ewig dir nichts recht?
Mephistopheles. Nein, Herr! ich find' es
dort, wie immer, herzlich schlecht.
Die Menschen dauern mich in ihren Jammertagen,
Ich mag sogar die armen selbst nicht plagen.
Der Herr. Kennst du den
Faust?
Mephistopheles. Den Doktor?
Der Herr. Meinen
Knecht!
Mephistopheles. Fürwahr! er
dient Euch auf
besondre Weise.
Nicht irdisch ist des Toren Trank noch
Speise. Ihn treibt die Gärung in die Ferne,
Er ist sich seiner Tollheit halb bewußt;
Vom Himmel fordert er die schönsten Sterne
Und von der Erde jede höchste Lust,
Und alle Näh' und alle Ferne
Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust.
Der Herr. Wenn er mir jetzt
auch nur verworren dient,
So werd' ich ihn bald in die Klarheit führen.
Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt,
Daß Blüt' und Frucht die künft'gen Jahre zieren.
Mephistopheles. Was wettet Ihr? den sollt Ihr noch
verlieren,
Wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt,
Ihn meine Straße sacht zu führen!
Der Herr. Solang' er auf der Erde lebt,
Solange sei dir's nicht verboten.
Es irrt der Mensch, solang' er strebt.
Mephistopheles.
Da dank' ich Euch; denn mit den Toten
Hab' ich mich niemals gern befangen.
Am meisten lieb' ich mir die vollen, frischen Wangen.
Für einen Leichnam bin ich nicht zu Haus;
Mir geht es wie der Katze mit der Maus.
Der Herr. Nun gut, es sei dir überlassen!
Zieh diesen Geist von seinem Urquell ab,
Und führ' ihn, kannst du ihn erfassen,
Auf deinem Wege mit herab,
Und steh beschämt, wenn du bekennen mußt:
Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange
ist sich des rechten Weges wohl bewußt. |
Mephistopheles.
Schon gut! nur dauert es nicht lange.
Mir ist für meine Wette gar nicht bange.
Wenn ich zu meinem Zweck gelange,
Erlaubt Ihr mir Triumph aus voller Brust.
Staub soll er fressen, und mit Lust,
Wie meine Muhme, die berühmte Schlange.Der Herr.
Wenn er mir jetzt auch nur verworren dient,
So werd' ich ihn bald in die Klarheit führen.
Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt,
Daß Blüt' und Frucht die künft'gen Jahre zieren.
Mephistopheles. Was wettet Ihr? den sollt Ihr noch
verlieren,
Wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt,
Ihn meine Straße sacht zu führen!
Der Herr. Solang' er auf der Erde lebt,
Solange sei dir's nicht verboten.
Es irrt der Mensch, solang' er strebt.
Mephistopheles.
Da dank' ich Euch; denn mit den Toten
Hab' ich mich niemals gern befangen.
Am meisten lieb' ich mir die vollen, frischen Wangen.
Für einen Leichnam bin ich nicht zu Haus;
Mir geht es wie der Katze mit der Maus.
Der Herr. Nun gut, es sei dir überlassen!
Zieh diesen Geist von seinem Urquell ab,
Und führ' ihn, kannst du ihn erfassen,
Auf deinem Wege mit herab,
Und steh beschämt, wenn du bekennen mußt:
Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange
ist sich des rechten Weges wohl bewußt. Mephistopheles.
Schon gut! nur dauert es nicht lange.
Mir ist für meine Wette gar nicht bange.
Wenn ich zu meinem Zweck gelange,
Erlaubt Ihr mir Triumph aus voller Brust.
Staub soll er fressen, und mit Lust,
Wie meine Muhme, die berühmte Schlange.
FAUST
I, Prolog im Himmel, Zeile 293-335
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