| 30
Jahre Basketball im TSV Bordenau |
1970 - 2000

|
Gründung:
|
|
Auf
der Jahreshauptversammlung
des TSV Bordenau am 21.02.1970 stellte Willi Riemenschneider den Antrag,
eine Basketballsparte zu gründen. Nach langen Diskussionen stimmte die
Versammlung schließlich für den Antrag. Angesichts einer neuerbauten
Turnhalle stand der Ausführung des Basketballsports eigentlich auch
nichts weiter im Wege.
Zum
ersten Spartenleiter wurde Ortwin Viererbe gewählt, die
neue Aufgabe teilte er sich mit Willi Riemenschneider -
beide waren früher beim TSV Neustadt aktiv- nun also auch als Team einer
Sparte
|
 |
|
|
| Zunächst
startete man mit einer männlichen A-Jugend in die Saison 70/71, die am
Ende einen 5. Platz belegen konnte. Außerdem begann der Aufbau einer
Mini-Mannschaft. Im zweiten Jahr wurde die A-Jugend sogar 3. ihrer
Staffel. Beruhigt konnte sie sich auf ihre folgende erste
Herrensaison vorbereiten, bekamen sie doch Verstärkung durch die
alten „Haudegen“, sprich der Spartenführung.
Als
Außenseiter in der Bezirksklasse Hannover 72/73 starteten die Herren
sehr erfolgreich, auch überraschend für die anderen Kontrahenten in der
Staffel. Im Lokalderby besiegte sie Neustadt II mit 44:29 – letztendlich
krönte sie die Saison mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. Die
siegreichen Spieler:
Helmut
Fischer-Krumbuch, Christan Hagedorn, Gerd Hagedorn, Rainer Stach, Wolfgang
Thrun, Holger Bahl, Werner Urich, Ortwin Viererbe, Ortwin Doll und Willi
Riemenschneider.
Für
die Saison 73/74 wurde Heinz Heuer verpflichtet, der jahrelang in Hannover
Bundesligaerfahrung gesammelt hatte und nun die Mannschaft beim Training
(und außerhalb) auf Trab brachte. Am Ende sprang ein 3. Platz dabei heraus.
Im Jahr 1974 wurde die Freiplatzanlage auf dem
Pausenhof erstellt. Während der Pausen hatten die Schüler nun
Gelegenheit, sich in Korbwürfen zu probieren. Das erwies sich als Glücksfall
für die Sparte – viele Schüler kamen, um im Verein „richtig“ aktiv
zu werden. Im gleichen Jahr gab es einen personellen Wechsel, nach 4
Jahren guter Arbeit gab Ortwin Viererbe den Stab an Willi Riemenschneider
als Spartenführer weiter.
In
den nächsten Jahren konnten immer mehr Teams gemeldet werden, auch
weibliche Mannschaften wurden zusammengestellt.
Erste Kontakte nach Berlin zum TUS Lichterfelde wurden geknüpft,
zahlreiche gegenseitige Besuche folgten. Dabei stand nicht immer der Sport
im Vordergrund, auch private Bande entstanden.
1977
kam es erst zu Unstimmigkeiten im Verein und bei den Herren (aufgrund
nachlassender Erfolge), einige unruhige Zeiten folgten und mit ihnen gaben
sich Trainer und Spartenführungen die Klinke in die Hand. Aber es ging
trotzdem weiter. Im Mai 79 waren die Bordenauer Basketballer nach nur 9
Jahren zur größten Sparte im Bezirk Hannover herangewachsen. 119 Spieler
und Spielerinnen waren in den Mannschaften aktiv. Im Gegensatz zu den
Herren schafften die Damen den vielumjubelten Aufstieg in die
Verbandsliga. Die Jugendmannschaften schlugen sich ebenfalls sehr
erfolgreich, mit fabelhafter Unterstützung aller Beteiligten im Umfeld
(Spieler, Trainer, Eltern). 1980
meldete die Sparte 130 Spieler, 13 Mannschaften im Spielbetrieb und der
stolzen Zahl von 200 Mitgliedern insgesamt.
|
Die
unruhigen Jahre (1980-1990)
|
|
Zu
Beginn der Achtziger Jahre begann es langsam in der Sparte zu bröckeln
– trotz der Erfolge der
Mannschaften in der
Kreis-, Verbands-, und sogar Oberliga.
Die Unterstützung der
Jugendlichen ließ nach, der Basketballsport in
Bordenau geriet in Gefahr. Mit Müh und Not ging es weiter,
ein VW-Bus für die Jugendlichen wurde gekauft,
doch die Nachfrage war gering, ein Abschreibungsprojekt. Zudem
verließen auch noch die Initiatoren die Sparte, was
die just gewählte Spartenleiterin Lisa Nitsche zum Rücktritt
bewog. Nach Diskussionen und mit viel Überredung erklärte sich Peter
Breitenstein bereit, die Sparte vorrübergehend zu führen.
Die
Saison 83/84 verlief nicht so gut für die neuformierte B-Jugend, da kein
festgelegter Trainer das Team betreute und mit Stefan Schilk leider kein
Mann für die Zukunft gehalten werden konnte.
|
|
HerrenTeam 1983
auf
diesem Foto: Rüdiger Nitsche, Hartmut Thrun, Andreas Grötz,
Wolfgang Kötke, Hellmut Fischer-Krumbuch, Markus Korte, sowie Markus
Hiss, Holger Bahl, Stefan Schilk, Ralf Blauza, Georg Zahn.
|
|
In
der Saison 84/85 leitete Stefan Zorn die A-Jugend in ein gutes Jahr mit
einem 5. Tabellenplatz und so keimte die Hoffnung auf eine spätere
Herrenmannschaft. Diese Hoffnung wurde nicht getrügt und in ihrer ersten
Saison schafften sie einen 5. Platz. Die erfolgreichsten Werfer damals:
Dirk Vonhof 266 Punkte, Sven Weniger 118 Punkte, Karsten Voshage 105
Punkte und Stefan Zorn 103 Punkte.
Auch
eine Jugendmannschaft konnte weiter gehalten werden, die von den einzelnen
Herrenspielern im Training betreut wurden. Nach einer weiteren guten
Saison in der Kreisklasse (Platz 4)
begann langsam die Auflösung der
Herren, der spielerische Tiefpunkt folgte mit der Saison 87/88.
Neuer Trainer bei den
Herren wurde Stefan Zorn,
die neuformierte Mini-Mannschaft
wurde Stefan Weniger (ein erfolgreicher Jugendspieler) unterstellt.
Schlechte
Nachrichten waren an der Tagesordnung und so gab es 1987 viel Ärger und
Diskussionen, als der TSV-Vorstand beschloss, dass
die Basketballer zugunsten der Fußballer ihren Trainingsbetrieb in
Neustadt durchführen sollten. Zum Glück wurde dann doch noch eine für
alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden. Im
letzten Jahr des Jahrzehnts waren die Herren für eine Saison in der
Kreisliga, danach stiegen sie weiter ab.
|
|
Team 89
auf
diesem Foto: Thomas Stolte, Christian Stamer, Stefan Zorn, Karsten
Voshage, Stefan Weniger, Thomas Walter, Scherif Lueth, Frank Weber, Thomas
Steen, Holger Bahl. Nicht dabei: Andreas Einmahl, Dietrich Borchers. |
Auf
und ab 1990 - 2000
|
|
Das
neue Jahrzehnt begann mit der Gründung einer zweiten Herrenmannschaft –
den Bordenauer „Lakers“.
Eine dritte Mannschaft formierte sich als gemischtes Seniorenteam,
zwar ohne Punktspiele, aber mit viel Spaß am Basketball traf man sich
regelmäßig freitags in einer Neustädter Halle.
Nach
dem Abstieg aus der Kreisliga (1992) und der Gesamtauflösung des
Basketballkreises Hannover-Land, spielten beide Herrenteams zusammen in
der Bezirksklasse mit mäßigem Erfolg. Eine B-Mannschaft kämpfte auch
wieder um Punkte. Aber wie so oft, die Saison 92/93 endete mit Querelen,
der Auflösung der „Lakers“ und dem Rücktritt von Spartenleiter
Thomas Stolte. Sogar eine Auflösung der ganzen Sparte stand zur
Diskussion. Letztendlich raufte man sich
zusammen, die Spartenführung wurde auf mehrere Personen aufgeteilt
und man versuchte wieder mehr Teams am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen.
Doch personelle Engpässe und schlechte Einteilungen der Staffeln mit
weiten Fahrten übers Land ließen dies im Ansatz stecken bleiben.
Noch
mehr Ärger gab es 1996, als – wie im Jahre 87 – ein
Vorstandsbeschluss dazu führte, dass die Herren einer Abteilung der
Turnsparte weichen und ihr Training nach Neustadt verlegen mussten. Dies
hatte zur Folge, dass sich das Team aus der Saison abmeldete und bald
darauf auflöste. Also hieß es „auf ein Neues“ – man fing mit einem
neuen Team von vorne an. Mittlerweile haben sich die Gewitterwolken
verzogen und man teilt sich schiedlich, friedlich die Halle. |
|
|
|
Nach
den alljährlichen Pfingstturnieren in den ersten Jahren nach Spartengründung
und den freundschaftlichen Kontakten zum TUS Lichterfelde Berlin wurde es
ruhig im Turniergeschehen.
Im
Jahre 1989 organisierte der neugewählte Spartenleiter Thomas Stolte
zusammen mit Wolfgang Kötke das 1. Internationale Turnier mit 8
Herrenteams, davon auch zwei aus den Niederlanden. Und prompt nahm die
Mannschaft des B.V. Pytheas (Groningen) den Siegerpokal mit nach Hause. Im
nächsten Jahr konnte sich die Mannschaft von Amicale Enschede (NL) gegen
alle Konkurrenten durchsetzen. Sie gewannen in den letzten Jahren noch häufiger...
Auch Gäste aus Luxemburg und Österreich konnten für das Turnier
gewonnen werden, aber durch die lange Anreise war es bisher nicht wieder möglich,
ein Team nach Bordenau zu locken. Im Jahr 1991 beteiligte sich eine
Mannschaft aus Dänemark erstmals. Und – wie gehabt – entführte den
Pokal aus deutschen Landen.
|
 |
Finalteilnehmer
94: Old Stars und die Gewinner aus Hobas (DK) |
|
Nicht
nur ausländische Gäste werden regelmäßig eingeladen, auch Damen-Teams
sind seit 1991 immer dabei. Sie spielen den Sieger unter
sich aus, während es bei den Herren über Gruppenspiele etwas länger
dauert. Allein aus Platzgründen ist es nicht möglich, noch mehr
Teams einzuladen. So gern der TSV dies auch anbieten würde.
Natürlich
nehmen auch Bordenauer Teams an dem Turnier teil. Zu der aktuellen
Mannschaft gesellen sich zwei sog. „Oldie“-Mannschaften (Damen und
Herren) die aus ehemaligen Bordenauer Aktiven besteht. Viele wohnen schon
lange nicht mehr in Bordenau und reisen meist extra für das Turnier an.
Die Verbundenheit mit den alten Zeiten und das Wiedersehen der Spieler von
einst zeigt auch die Beliebtheit des Turniers und freut besonders die
Organisatoren.
Und das die „Alten“ noch nicht zum alten Eisen gehören, beweisen
„Old Stars“ in den letzten Jahren häufiger, 1997 gingen sie sogar als
Sieger vom Platz. Viel umjubelt natürlich.
Wurde
das Turnier im ersten Jahr noch an einem Tag abgewickelt, so beginnt es
jetzt schon bereits mit der Anreise einiger Mannschaften am
Freitagabend. In den ersten Jahren gab man sich nach den
Anstrengungen des ersten Tages noch ein Stelldichein im „Reiterstübchen“,
mittlerweile wird auf das Dorfgemeinschaftshaus ausgewichen, dort
versammeln sich auch die meisten wieder
am Sonntagmorgen zum gemeinsamen Frühstück. Das sportliche und
familiäre Flair der ganzen Veranstaltung, ohne große Zwischenfälle,
genießt weithin einen sehr guten Ruf und trägt zum positiven Image des
TSV viel bei. Viele Spieler können es am Ende gar nicht mehr abwarten und
freuen sich auf das nächste Mal. Bis heute waren über 40 verschiedene Mannschaften aus 5
Nationen zu Gast und unterstreicht damit die Stellung des
Mannschaftssportes als völkerverbindend.
|
|
|
| 1970-1974 |
Ortwin Viererbe/Willi
Riemenschneider |
| 1974-1977 |
Willi Riemenschneider |
| 1977-1978 |
Gerd Hagedorn |
| 1978-1980 |
Wolfgang Kötke |
| 1980-1984 |
Lisa Nitsche / Peter
Breitenstein |
| 1984-1986 |
Wolfgang Kötke / Ingrid Schilk |
| 1986-1988 |
Wolfgang Kötke / Thomas Stolte |
| 1988-1990 |
Thomas Stolte / Frank Weber |
| 1990-1992 |
Thomas Stolte / Wolfgang Kötke |
| 1993-1994 |
Sherief Lüth /Thomas Stolte /
Sebastian Beyer / Ulf Schlote |
| 1994-1996 |
Thomas Stolte / Lutz Vonhof |
| 1996-1998 |
Thomas Stolte / Sebastian Beyer
/ Ralf Sorgatz |
| 1998-2000 |
Thomas Stolte / Markus Weich |
| 2000- |
Thomas Stolte |
|