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An dieser Stelle sollen nicht alle Spiele und
Ereignisse Erwähnung finden , aber einige Begegnungen und Anekdoten möchten
die Verfasser (nicht ohne eine Menge Ironie und Augenzwinkern) der
Nachwelt überliefern. Dabei ist jedem Leser selbst überlassen, wie ernst
er die Zeilen nimmt.
Gerüchte über das Gesicht
der neuen Mannschaft für die Saison 2001/2002 gab es schon lange.
Aber als dann beim ersten Training plötzlich ne Menge Frösche über
den Platz hüpften war klar – jetzt geht das Hauen und Stechen um die
Stammplätze los.
Einige Unbedarfte konnten aber selbst mit den
bekanntesten neuen Gesichtern nichts anfangen. So verwundert es auch
nicht, dass der designierte Mannschaftsbetreuer Andreas B. aus B. Bernd B.
aus N. fragte, wer er denn sei. Das verdutzte Gesicht des wie ein bunter
Hund bekannten Neustädter Fußball-Beckenbauer für mittelmäßig Begüterte
überraschte da nicht.
Freundschaftsspiele
gab es einige. Einziger Prüfstein war dabei aber wohl der FC Mecklenhorst.
Und das Spiel hatte auch echten Lernwert, denn erst seitdem ist in der AH
des TSV bekannt, warum, wie und von wem eine Mauer beim Freistoß
aufgestellt wird.
Dann wurde
es ernst: Pokalspiel beim Rivalen Wacker. Laute alte Bekannte gab es da zu
begrüßen und auszuschalten, was aber nicht eben jedem so gelang, wie er
sich das vorgenommen hatte. Auch die raffiniert ausgeklügelte
Defensivtaktik mit jeweils 5 Vorstoppern und Sonderbewachern ging
bedauerlicherweise nicht auf. Zudem fehlte
noch Rommel (er war nach dem Weinfest übern Lenker vom Fahrrad
abgestiegen) und Bocki hatte
noch nicht so recht Lust. Warum soll ich den Ball so quälen dachte er
sich und schoss den entscheidenden Elfmeter dem Wacker-Torhüter in die
Arme. Selbst Chefpsychologe und Ex-Nationalspieler Jacek Malecha konnte
nach dem Schlusspfiff trotz aufmunternder Worte den untröstlichen Schützen
nicht beruhigen.
Ein echter
Prüfstein stand an zu Zeiten des Vater- und Kind-Zeltens. Große Teile
der Mannschaft weilten am Irenensee und hatten 24 Stunden am Tag ein Auge
auf ihre Kinder. Dabei wurde das Bierglas dann aber auch schon mal als
Fernglas benutzt. Mit diesem Handicap ging die neu formierte Mannschaft in
das Auswärtsspiel beim SC Langenhagen II. Erstmals auf sich aufmerksam
macht in diesem Spiel R. Glade, der 2 mal traf. Erwähnt werden muss auch,
dass D. Honsa sich wagemutig in jeden Schuss geworfen hat und seit einem
Zusammenprall mit U. Förster den
Rüssel ständig zu hat. Darüber hinaus bot Schiedsrichter Jens Schönborn - zumindest aus Sicht der Gäste- eine ausgezeichnete Leistung.
Spätestens an dieser Stelle der Vorrunde wird auch
den lesefaulen in der Alten Herren klar: Mögen die fußballerischen
Qualitäten des Andreas Knaack nach Meinung mancher auch nur sporadisch
aufblitzen, so haben wir doch in ihm auch jemanden, der messerscharf, präzise
und auf den Punkt formuliert Berichte an die Neustädter Zeitung
weiterleitet. Spötter nennen ihn deswegen auch „Den Lektor“.
Beispielhaft dabei das Bemühen, jeden Mitspieler mal im Bericht zu erwähnen.
Am 15.09.01
dann der vorläufig einzige Punktverlust beim SC Garbsen. Keiner erreichte
Normalform und da der Meistermacher und Coach A. Brackmann nicht anwesend
war und so die Mannschaft nicht gewohnt gut einstellen konnte, war das 0:0
für den Fußballkenner auch keine Überraschung.
Der MTV
Meyenfeld (7:0) und der TSV Schloß Ricklingen (3:0) wurden im Vorbeigehen
mitgenommen. Erwähnenswert lediglich, dass nach einer starken Partie als
Libero Thomas Ludewig lange verletzt ausschied. Insgeheim kam er damit natürlich
Andreas B. entgegen, der hatte ab sofort nämlich einmal weniger die Qual
der Wahl.
Der nächste
Knaller dann das 6:1 beim SV Resse. Nicht das das Ergebnis überraschend
gewesen wäre, aber „a new star was born“: Das Spielgeschehen wurde überstrahlt
vom ersten glanzvollen Auftritt von Torsten „Pansek“ Müller. Einige
Zuschauer behaupten noch heute, an jenem denkwürdigen Vormittag erstmals
ein Fußballspiel in Zeitlupe gesehen zu haben.
Spannender da schon das Heimspiel gegen den TSV
Berenbostel. Diese Begegnungen waren immer schon hochklassige Partien,
geprägt durch spielerische Klasse, Kampf, Rasanz, Technik, Ehrgeiz,
Spannung, ........ .
Aber zurück
zum Spiel: Entschieden wurde die Partie, in der Rommel durch einen bösen
Rüsselcheck frühzeitig außer Gefecht gesetzt wurde, durch 2 Tore von
Wilmots Glade und den Dolchstoß von Schwubi Klemann.
Ernüchterung
dann beim 8:4-Auswärtssieg gegen den RSV Seelze. Bezeichnenderweise
wieder ohne Anwesenheit des ausgebufften Taktikers A. Brackmann.
Als besonders spektakulär bleibt dabei ein Flugkopfball eines Bordenauers
in Erinnerung, der aber lediglich für Seismographen interessant war
(Fachleute maßen eine Erschütterung von Stärke 3 auf der Richterskala)
und zudem den Platz der Gastgeber begradigte.
Nicht erst jetzt zum Ende der Rückrunde, sondern
im Grunde genommen „from the very first beginning“ haben sich auch
noch weiter Personen in der Betreuung rund um die Mannschaft verdient
gemacht. Zum einen unser „Wasserwart“ Klaus Henke, der zwar manches Mal
verflucht wurde, weil wieder nur Wasser und kein Glühwein zur Pause
gereicht wurde, der aber immer die Wasserhaushalte zu regulieren wusste.
Zum anderen Volker „Dagobert“ Riemann (die Älteren unter uns kennen
ihn noch), der immer wieder durch seine Nähe zur Mannschaft und die
freundliche Art des Geldeintreibens ein gerngesehener Gast war.
Start der Rückrunde:
Der TSV Godshorn wurde 5:1 verputzt, der TSV Meyenfeld 5:0. Als besonders
denkwürdig blieb dann Anfang März der Moment in Erinnerung, an dem die
Gebrüder Bludau erstmals beim Training auftauchten.
In dieser
Phase lag dann auch der Trainingsmittwoch, als sogar die Erste abgefiedelt
wurde und sich nach Abpfiff der besorgte Pansek bei Dresche erkundige, was
es denn für ein Gefühl sei, zu verlieren....
Sehenswert dann das Heimspiel gegen den SC Langenhagen II: 5:4 der
Endstand. Hier zeigte sich wieder einmal, dass der TSV Bordenau ein guter
Gastgeber ist und gern Geschenke in Form von leicht zugelassenen
Gegentoren verteilt.
Besonders schwer tat sich die Mannschaft dann beim Auswärtsspiel gegen
den TSV Schloß Ricklingen. Die vermeintliche taktische Meisterleistung
des Teamchefs, das erste Mal von Beginn an mit der Doppelspitze
Knaack/Rommel zu spielen, erwies sich dabei nur als mäßig erfolgreich.
Im Heimspiel
gegen den SV Resse dann brannten einige Bordenauer wie nie zuvor. Bocki
war fest entschlossen, ohne Handschuhe anzutreten und selbst Schwubi war
bereit, trotz Temperaturen von weniger als 20 Grad auf seinen geliebten
Norwegerpullover zu verzichten. Doch die feigen Resser traten nicht an und
so musste die Meisterschale von Corda Meyer-Girfelder und Ariane
„Egidius“ Ludewig ohne voraus gegangene sportliche Herausforderung überreicht
werden. Dennoch stieg die Stimmung ständig: Champagnerduschen, Polonaisen
und atemberaubende Luftgitarren-Soli sowie Pansek’s legendäre Ansprache
blieben in guter Erinnerung (sofern denn noch nach abschließendem Bacardi
überhaupt noch Erinnerung da war...).
Der Titel
war damit bereits gewonnen, doch im nächsten Heimspiel gegen den RSV
Seelze wollte man nun auch sportlich Meister werden. Doch diesmal zeigte
sich, dass die Frösche doch nicht so blind sind, wie alle sagen......Ohne
Bocki und Rommel, die der Ersten schnell mal den Klassenerhalt sichern
mussten, dazu Jörg verletzt und auch Hansi nicht dabei, kassierten wir
nicht unverdient die erste Saisonniederlage.
Beim TSV
Berenbostel konnte dann noch einmal gezeigt werden, dass man Fußball
spielen kann. Ein verdientes 2:2 nach einem ansehnlichem Fußballspiel war
der Saisonabschluss, der anschließend noch gebührend gefeiert. Die
letzten Mohikaner verirrten sich unter Anführung von Kapitän Girwert
noch ins DGH, wo den Basketballern gezeigt wurde, wo bei der Alten Herren
der Hammer hängt. |