Handball


Handball in Bordenau 
Geschichte

Die Sparte wurde bereits 1924 gegründet, d.h. Handball wurde schon vor Fußball im TSV Bordenau gespielt. Nach dem Krieg erfolgte die Neugründung jedoch erst 1957. Das Training übernahm Reinhold Eberhardt, die Sparte selbst wurde von August Blanke geführt. Trainiert wurde meist in der Gaststätte Klages, was häufig zerbrochene Scheiben und Dellen an der Wand zu Folge hatte. Gespielt wurde bis 1963 auf einem Großfeld mit 11 Spielerinnen pro Mannschaft, was teilweise enorme Personalprobleme verursachte.
Auch sonst gab es jede Menge Sorgen, vor allem finanziell stand es nicht sonderlich gut. Mit den Platzeinnahmen mussten Auswärtsfahrten, die Schiedsrichtergebühren, Bälle und auch die Tornetze  bezahlt werden. Zeitweise saß man so auf dem Trockenen, dass die Jugendmannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen werden musste.
Außerdem gab es jahrelang immer wieder Streitereien mit den Fußballern um den Platz - wer durfte trainieren und wer nicht.
Frauen der ersten Stunde wissen tolle Geschichten zu erzählen, von den ersten Auswärtsfahrten, wo alle auf einem (gesäuberten) Viehwagen langsam nach Barsinghausen gefahren wurden, so viele hatten ja noch kein Auto und die Mädchen noch keinen Führerschein. Später quetschte man sich mit 5 oder 6 in den "Leukoplastbomber" oder Isetta - bei Eis und Schnee fand man mehr schlecht als recht die Wege zu den Sporthallen. Eine Story bleibt vielen unvergessen: Spartenleiter Blanke saß persönlich am Steuer und übersah aufgrund des Schnees die Treppe zur Misburger Halle... er fuhr fast in die Glaswand hinein. Heute der Brüller, damals allerdings für die Mädels im Auto (und die Wartenden in der Halle) weniger lustig.  

 

Das Team 1964
vorne von links: Karin Glade, Lisbeth Sprengel, Emmy Borges, Doris Müller, Christa Viererbe
hintere Reihe v.l.: Trainer Günter Nagel, Marita Tegtmeyer, Luise Green, Hannchen Kruse, Waltraud Honsa, Uschi Urich 
Foto mit freundlicher Genehmigung von Ursula Urich
1963 hatte Günter Nagel das Training übernommen, die Sparte führte Ursula Urich. In den 70er Jahren galt der Jugendarbeit dabei besonderes Augenmerk. Neben den Damen und dem seit 1973 wieder aufgebauten Herrenteam gab es zeitweise bis zu 4 weibliche Jugendmannschaften. Die Erfolge kamen natürlich bei der Vereinsführung und auch der Gemeinde gut an und so gab es hin und wieder mal eine Spende für einen neuen Ball oder ein Netz für das Tor. Trotzdem musste jeder Geldbetrag vorher genehmigt werden, selbst ein Geschenk für die Gastgeber eines Jugendturniers in Bristol wurde nicht so ohne weiteres bewilligt. 
Ende der 70er Jahre war der Handballsport in Bordenau auf seinem Höhepunkt, Meisterschaften und Turniersiege reihten sich aneinander. Doch so langsam kam der Umbruch, die Mädchen wechselten den Verein oder interessierten sich für andere Dinge. Es gab zwar genügend Nachwuchs, doch es war schwer für die nachrückenden Mädchen, in die großen Schuhe der Vorgängerinnen zu treten.  
Günter Nagel gab einige Mannschaften an den neuen Trainer Gerhard Prahl ab, dieser wurde einige Zeit später Spartenleiter. In dieser Funktion rief er mehrere neue Turniere ins Leben und setzt damit andere Akzente. Der TSV wurde über die Grenzen hinaus bekannt, zahlreiche ausländische Mannschaften (u.a. Niederlande und Frankreich) fanden den Weg nach Bordenau (bzw. Neustadt, weil in den dortigen Hallen gespielt wurde). 
Auch im nicht-sportlichen Bereich gab es viele Kontakte und regen Meinungsaustausch. Lange Zeit wurde auch noch sehr stark Jugendarbeit geleistet, es gab mehrere gegenseitige Besuche von Jugendlichen, besonders mit den Niederländern. Die Auflösung der A-Jugend beendete die erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Seniorenmannschaften des TSV konnten in den Spielzeiten nicht mehr so glänzen, dafür aber auf dem internationalen Parkett. Trotzdem ging es mangels Nachwuchs und nachlassender Begeisterung für den Handballsport in den 90er Jahren so langsam bergab. 

Im August 1992 kam es zu einer Begegnung "Alt gegen Neu"

Die "Seniorinnen" siegten... 
hintere Reihe v.l.: Spartenleiter Prahl, Rosi Nienstedt, Lilo Grunert, Hannchen Kruse, Waltraud Honsa, Brigitte Sturm, Inge Lehmann, Marlies Evers, Christine Tremer, Silvia Troue, Sandra Herrmann
vordere Reihe v.l.: Christa True, Karin Glade, Stefanie Borchers, Natascha Ritgen, daneben: xx?, dahinter: Ragna Johannsen, versteckt??, Astrid Kruse, davor: Karin Fischer
Foto mit freundlicher Genehmigung von Ursula Urich

 

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